Digital-Pianos: Was Sie wissen sollten!

Digital-Pianos: Was Sie wissen sollten!

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Klavierspielen die Intelligenz fördert. Aber wenn Sie noch gar nicht wissen ob Sie, oder Ihr Kind wirklich „dabei bleiben“, liegt es nahe, sich für ein in der Anschaffung günstigeres Digitalpiano zu entscheiden. 

 

Auf dem Digitalpiano spielen ist nur ein paar Minuten interessant, dann lässt die Aufmerksamkeit bereits nach. Das Digitalpiano gibt uns so wenig zurück, dass die meisten von uns bald damit aufhören. Statistisch gesehen werden Sie ein echtes Klavier also nicht mehr benötigen, wenn Sie ein Digitalpiano gekauft haben. Die wenigen, die sich nach dem Erwerb eines Digitalpianos jedoch ein Klavier anschaffen, müssen feststellen, dass sie sehr wenig gelernt haben und wieder von vorne beginnen müssen. Als Alternative bietet der Fachhandel günstige gebrauchte Klaviere, und das interessante Angebot, ein Klavier erst einmal für ein bis zwei Jahre zu mieten, bevor man sich zum Kauf entscheidet.  

 

Die folgenden Punkte verschaffen Ihnen einen Überblick, was Sie vor dem Kauf eines Digitalpianos wissen sollten:  

 

1. Digitalpiano ist nur ein Simulator ohne Klangerzeugung. So wie ein Klingelton aus dem Handy abgerufen wird, wird der Ton nur von der Festplatte abgerufen. Das Klavier erzeugt bei jedem Anschlag einen einzigartigen Ton, der so noch die dagewesen ist, weder vorher noch nacher.

 

2. Auch wenn es die Werbung suggerieren möchte, das Digitalpiano hat keinen Anschlag. Das Erlernen von Tonerzeugung beim Klavierspielen ist vergleichbar mit dem Balance halten auf einem Fahrrad und wird auf dem Keyboard nicht erlernt.

 

3. Das Pedal eines Digitalpianos hat nur eine Tonverlängerungsfunktion. Beim Klavier ist das Heben der Dämpfer, wie es durch das rechte Pedal geschieht der Klangfaktor schlechthin, es ist das allererste Mittel der Klanggestaltung, ohne das kein Stück denkbar ist. Ein linkes Pedal für die differenzierte Klanggestaltung fehlt beim Digitalpiano völlig.

 

4. Das Digitalpiano hat kein Klangvolumen. Ein Klavier hat einen Klangkörper, der vibriert und physisch erfahrbar ist.

 

5. Das Digitalpiano kann nur eine begrenzte Anzahl von Tönen gleichzeitig abrufen, je nach Modell 8, 20 bis maximal 200. Beim Klavier erklingen dagegen allein durch das rechte Pedal 88 Töne und eine praktisch unendliche Zahl von Teiltönen gleichzeitig, ein wahrer Klangrausch.

 

6. Mit dem Wert von Digitalpianos verhält es sich wie mit dem Wert von jedem anderen digitalem Produkt, zum Beispiel einem Smartphone. Er fällt rasch und sofort bei der Anschaffung. Ein Klavier behält seinen Wert, kann weiterverkauft oder vererbt werden. Markenklaviere sind sogar eine Geldanlage.

 

7. Da ständig neue Geräte angeboten werden, können nach kurzer Zeit keine Ersatzteile für Digitalpianos mehr besorgt werden. Ein Klavier kann jahrhundertelang genutzt und immer wieder repariert werden.

 

8. Digitalpianos verbrauchen Strom, mit ca. 50 Watt übrigens gar nicht wenig. Ein Klavier sollte einmal im Jahr gestimmt werden. Beides kostet Geld.

 

9. Ein Keyboard hat kein ideellen Wert, die Ausstrahlung fehlt, es ist kein Erbstück, sondern ein Wegwerfprodukt. Die Entsorgung der Digitalpianos, nach EU-Vorschriften Sondermüll, ist kostenpflichtig. Ein Klavier wird an die nächste Generation weitergegeben.

 

10. Auf dem Digitalpiano kann man lautlos, mit Kopfhörer üben, oder die Lautstärke ganz leise drehen. Abgesehen davon dass das üben mit Kopfhörer ungesund ist, haben die meisten Klaviere einen Moderator mit dem man ebenfalls ganz leise üben kann. Der Moderator kann in jedes Klavier eingebaut werden.

 

11. Das Herunterdrücken der Tasten mit den Fingern auf dem Keyboard produziert Töne. Es ist eine virtuelle Erfahrung die sich im Kopf abspielt. Das Musizieren auf dem Klavier ist ein ganzheitliches Erlebnis, das die Aufmerksamkeit vollkommen fesseln kann. Klavierspielen fordert Konzentration und Koordination, es baut Stress ab.

 

12. Ein Klavier ist in der Regel 145 cm breit, ein Digitalpiano 135 cm. Ein Klavier 45 bis 50 cm tief, Digitalpiano 30 bis 40 cm. Nur die Höhe variiert je nach Modell, und kann beim Klavier bis 140 cm betragen, es gibt auch gute Klavier mit 100 cm Höhe, so hoch wie ein Digitalpiano. Die Höhe ist jedoch innerhalb der Wohnung für den Platzbedarf nicht ausschlaggebend, sondern die Breite und Tiefe.

 

 

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